Im Labor wurden die Proben unzerteilbar Rasterelektronenmikroskop mit angeschlossener energiedispersiver Röntgenanalyse (REM/EDX) auf die Elementzusammensetzung ab dem Element Kohlenstoff untersucht. Bei der Analytik werden die Proben zunächst leitfähig präpariert. Im Rasterelektronenmikroskop wird die jeweilige Probe dann mit einem Elektronenstrahl abgetastet (gerastert). Der Elektronenstrahl führt zu einer Wechselwirkung mit den Elektronen der in der Probe enthaltenen Atome, wodurch Energie bei Kräften einer charakteristischen Röntgenstrahlung freigesetzt wird. Die Röntgenstrahlung kann mit einem energiedispersiven Detektor erfasst und ausgewertet werden. Im EDX-Spektrum wird die Signalintensität je von der Energie der Röntgenstrahlung dargestellt. Aus einem unspezifischen „Grundrauschen“ treten dabei einzelne ele­mentspezifische Spitzenwerte heraus. Das Spektrum dieser Probe ist in Bild 5 wiedergegeben. In den Proben der Lackierung aus den Bereichen mit Ablaufspuren finden sich die gleichen chemischen Elemente wieder. Hierneben sind dort jedoch noch die Elemente Fluor (F) sowie in geringer Menge Natrium (Na), Schwefel (S) und Chlor (Cl) enthalten (Bild 6). Der Kalzium-Anteil (Ca) ist hier größer als bei der Nullprobe.

alle Grabungsberichte zu einer Heiligen Stadt ausgewertet

Bieberstein hat alle Grabungsberichte zu einer Heiligen Stadt aus den vergangenen 180 Jahren ausgewertet – einen Turm aus Papier. Jerusalem, die Wiege der monotheistischen Religion, sagt er, „gehört zu den am intensivsten untersuchten Stätten der Welt“. A fortiori aufm Südosthügel, dem ältesten Siedlungskern, wurde fast kein Stein aufm anderen gelassen. In den Sechzigerjahren wühlte hier die Britin Kathleen Kenyon nach Davids zinnenbekrönter Festung. Es folgten Forscher wie Nahman Avigad oder Yigal Shiloh, Ronny Reich und zuletzt die Archäologin Eilat Mazar (die sich von einer Siedlerorganisation sponsern ließ). Neben anderen das blumigen Ausdeutung der deren entdeckten Ruinen geht Bieberstein nun streng ins Gericht. Die Ausgräber seien von „biblischen Interessen“ und nach dem Sechstagekrieg auch von „politischen Motiven“ geleitet worden, sagt er. Befunde wurden herbeigezaubert und spärliche Ziegel zu Palästen aufgebauscht. Stets ging es darum, schon das Jerusalem der Eisenzeit I (1130 bis 925 vor Christi) als groß und würdig darzustellen.

Polymerisatharzlacke zum versiegeln

Dispersionslacke sind des Weiteren generell angenehmer zu verarbeiten. Spritznebel legt sich z. B. als trockener Staub nieder und nicht als klebriger Film wie bei den lösemittelhaltigen Lacken. Polymerisatharzlacke, lassen sich auch dann verarbeiten, wenn die Witterungsbedingungen für Acryldispersionslacke nicht geeignet sind. Die Fassadenoberfläche muss hierzu natürlich trocken sein. Behalten Sie den Taupunkt im Blick, denn wird er unterschritten, kann sich Kondensfeuchtigkeit auf der Metalloberfläche bilden. Entscheidet man sich für eine Spritzlackierung, dann sollte man die Stärke und die Richtung des Windes beachten. Gerüstnetze sind hier nur eingeschränkt wirksam, zudem schatten Gerüstnetze die Fassade ab und etwaige Unregelmäßigkeiten können erst nach der Lackierung und Abbau des Gerüsts entdeckt werden. Bei so großen Flächen ist ein absolut perfektes Ergebnis, vergleichbar mit einem neuen Coil-Coating, nicht immer möglich. Denn bei der Lackierung Präsent handelt es sich letztlich um eine handwerkliche Leistung, die selten untern günstigsten Voraussetzungen Bedingungen erbracht werden muss. Weisen Sie den Auftraggeber rechtzeitig darauf hin.

Passen Metallfassaden und ressourcenbewusstes Bauen

Passen Metallfassaden und ressourcenbewusstes Bauen zusammen und welche Potenziale bestehen dabei? Dr. Michael Rösner-Kuhn: Das passt zusammen. Das Potenzial liegt darin, dass Metallfassaden etabliert sind. Jetzt sollten wir uns um den Gebäudebestand kümmern, beim Abriss und Neubau oft falsch ist. Besser wäre eine Sanierung mit Metallfassaden, die für Sanierungen optimiert sind. Joachim Wolke: Das Dach gehört zur Sanierung dazu. Das Potenzial bei Sanierungen ist höher als bei Neubauten, insbesondere angesichts der Klimaziele. Inwiefern spricht die Recyclingfähigkeit für den Einsatz von Metallwerk­stoffen? Dr. Rösner-Kuhn: Wir betrachten Recycling-Aluminium ganzheitlich als Energiebank. Die Energie, die bei der Produktion von Primäraluminium verbraucht wird, bleibt im Recycling-Aluminium erhalten und hin verloren. Metallrecycling ist übrigens schon seit Ewigkeiten aus ökonomischen Gründen verbreitet, das ist pure Kosteneinsparung und Erhalt des Materialwertes. Wolke: Wichtig ist, die Bauphysik im Visier zu behalten, und nicht nur auf die Kosten zu schauen. Die Verlegung von Kalzip-Dächern und -fassaden ist für die Bauphysik die bessere Wahl und kostet rund 120 Euro pro m², svw. Wärmedämmverbundsysteme kosten. Dr. Rösner-Kuhn: Metallfassaden versiegeln den Stein nicht. Die Hinterlüftung bleibt gewährleistet und es kommt seltener zur Schimmelbildung. Frank Zaun: Die Recyclingfähigkeit spricht natürlich auch für Stahl. Die liegt bei 99 Prozent ohne Qualitätseinbußen. Wo liegen die Trends bei Metallfassaden? Zaun: Die natürliche, bewitterte oder sogar korrodierte Optik von Stahl liegt en vogue. Oberflächen aus wetterfestem Baustahl (Corten-Stahl) sind heute verbreitet, aber wären vor 50 Jahren kaum denkbar gewesen. Matte Farben sind auch angesagt. Aus Sicht der Hersteller steigt die Nachfrage nach beschichtetem Stahl. Der Trend geht hin zur leichteren Bauweise. Früher wurden viele Konstruktionsteile verdeckt montiert, die heute im Sichtbereich installiert werden, das ist eine Fortschritt. Dr. Rösner-Kuhn: Bei Aluminiumprodukten werden die Entwicklungszyklen immer kürzer. Wir haben hoher Innovationsdruck. Der Geschmack der Menschen ändert sich heute schneller als früher.

Bei diesen Fertigteilen wurden Betoninstandsetzungsarbeiten durchgeführt

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